SANAPlanAlp -
Sanieren im Kontext von Naturgefahren im alpinen Raum: Toolbox für innovative Planungsprozesse

KLAR! Vorbildprojekte: Klimaresiliente Transformation in Regionen

(c) Klaus Bliem

Anmeldung zu den regionalen Stakeholder Workshops:

Termine:

In der KLAR! Pongau - Bischofshofen: >> Download Programm Bischofshofen <<

14.4.2026, 9:00 - 13:00
Haus der Region
Bahnhofstraße 34/5, 5500 Bischofshofen



In der KLAR! Inneres Salzkammergut - Bad Goisern: >> Download Programm Bad Goisern <<

16.4.2026, 9:00 - 13:00
RHV HALLSTÄTTERSEE
Anzenau 8, 4822 Bad Goisern am Hallstättersee



In der KLAR! Zukunftsregion Ennstal - Öblarn: >> Download Propgramm Öblarn <<

29.4.2026, 09:00 - 13:00
ÖhA - Öblarner Haus für Alle
Öblarn 99, 8960 Öblarn

Zuletzt aktualisiert: März 2026

Copyright KLAR! Zukunftsregion Ennstal, 2024

Über das Projekt SANAPlanAlp:

Das Projekt SANAPlanAlp wird im Rahmen des Programms „KLAR! Vorbildprojekte: Klimaresiliente Transformation in Regionen“ vom Klima- und Energiefonds finanziert und läuft von November 2025 bis April 2027. SANAPlanAlp steht für "Sanieren im Kontext von Naturgefahren im alpinen Raum: Toolbox für innovative Planungsprozesse“

Die Ausgangslage:

Insgesamt leben in Österreich rund 840.000 Menschen in Hochwasserrisikozonen. Besonders hoch ist der Anteil der Bevölkerung in Risikozonen im alpinen Raum: 17% der Salzburger:innen, rund 14% der Tiroler:innen und über 9% der steirischen Bevölkerung leben mit einem 100-jährlichen Hochwasserrisiko. In Summe stehen 12-15% aller Häuser in Österreich entlang von Gewässern in ausgeschriebenen Gefahrenzonen. Aber auch das Schadenspotenzial durch Hangwasser ist enorm: 63% der Gebäude in Oberösterreich sind potenziell von Oberflächenabfluss gefährdet. Im Sinne des Klimaschutzes und einer bestmöglichen Anpassung an die Folgen der Klimakrise sind das Vermeiden neuer Versiegelung, die Entsiegelung von Flächen und präventive Schutzmaßnahmen vor Naturgefahren ein Gebot der Stunde. Da Wasser historisch betrachtet die einzig permanent verfügbare Energiequelle war, wurden viele alte, aber sanierungsfähige Gebäude entlang von Bächen und Flüssen erbaut, viele historische Ortszentren auf Schwemmkegeln errichtet. Das ist in vielen Gemeinden im Ennstal wie auch in den KLAR! Gemeinde Öblarn, Sölk und Michaelerberg-Pruggern der Fall oder auch im Salzkammergut, etwa in Ortsteilen der KLAR! Gemeinden Gosau oder Bad Goisern. Sanierungen in diesen Fällen sind oft dennoch – natürlich unter entsprechenden behördlichen Auflagen - technisch möglich, meist aber auch mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Eine nachhaltige Sanierung bestehender Gebäude sowie das Verdichten in Ortskernen und somit der Erhalt und die Stärkung der Ortskerne wird dadurch zusätzlich erschwert.

Gleichzeitig fehlen in vielen Regionen praxisnahe Werkzeuge und aufbereitete Daten, um Sanierungen naturgefahren-adäquat zu planen. Konkrete Anforderungen für Sanierungsvorhaben werden zudem zumeist erst im Genehmigungsverfahren festgestellt, was einen finanziellen und bürokratischen Aufwand bei Berücksichtigung der Naturgefahren im Sanierungsvorhaben darstellt. Mit SANAPlanAlp wird ein Paradigmenwechsel in der Bauplanung angestoßen: Es ist unabdingbar, dass Naturgefahren künftig von Beginn an integraler Bestandteil eines Sanierungsprozesses sind. Die SANAPlanAlp Toolbox kann einen wesentlichen Beitrag leisten, die Planungsprozesse von Sanierungsvorhaben in Bezug auf alle Naturgefahren und für ganz Österreich wesentlicher effizienter zu gestalten. Somit kann langfristig die Resilienz vor Naturgefahren in Gemeinden und in der Bevölkerung erhöht werden.


Das Ziel und Inhalt von SANAPlanAlp:

Das Ziel ist, den Planungsprozess für Sanierungsvorhaben in Gemeinden im Kontext von Naturgefahren effizienter zu gestalten, um risikoangepasste Sanierung zu fördern, neue Versiegelung zu vermeiden und Ortskerne zu stärken. Zunehmende Naturgefahrenereignisse und heutige Nutzungen stellen für die Bauplanung eine große Herausforderung dar. Konkrete Projekte in Salzburg, Oberösterreich & Steiermark werden in Bezug auf die jeweiligen Naturgefahren analysiert, konkrete Herausforderungen aus Sicht der Planer, Gemeinden & KLARs identifiziert. Darauf aufbauend werden Anforderungen an Werkzeuge, Daten & Know-how definiert.

Kern des Projekts ist die Entwicklung einer Toolbox, welche praxisorientierte Werkzeuge, Leitfäden und Datenzugänge bieten, die den Planungsprozess erheblich vereinfachen. Sie ermöglicht:

• eine integrierte Berücksichtigung aller Naturgefahren ab der ersten Planungsstunde,
• die Förderung risikoangepasster Sanierung und die Vermeidung neuer Versiegelung,
• die Stärkung historischer Ortskerne und die Verbesserung der Resilienz in Gemeinden.

Die Ergebnisse des Projekts werden nicht nur anhand der betrachteten Fallbeispiele in den Pilotregionen - dem Ennstal (Steiermark), dem Pongau (Salzburg) und dem Inneren Salzkammergut (Oberösterreich) – angewandt, sondern sind anschließend auf ganz Österreich übertragbar.

Aktuell werden in jeder teilnehmenden KLAR! Region Stakeholder-Workshops vorbereitet. Es ist ein Workshop je Partner-KLAR! Region geplant, zu welchem alle relevanten Stakeholder und ExpertInnen regional und auf Landesebene herzlich einladen sind.


Projektleitung:

Die MOOSMOAR Energies OG wurde vom Klima- und Energiefonds mit der Umsetzung des Projekts SANAPlanAlp beauftragt.









Umsetzungspartner im Projekt:

GMP Architektur ZT GmbH
KAWUMMS! Naturgefahrenmanagement GmbH












Beteiligte KLAR! Regionen:

KLAR! Zukunftsregion Ennstal
KLAR! Inneres Salzkammergut
KLAR! Pongau












Schwerpunktthemen lt. Förderleitfaden:
- Sanieren und Bauen
- Naturgefahrenprävention
- Wassermanagement
- Fachkräftemangel

Laufzeit:
November 2025 - April 2027

Aus organisatorischen Gründen wird um Ameldung bis 23.3.2026 gebeten unter:

n.prueggler@mmenergies.at
Dr. Natalie Prüggler, Projektleitung